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Wenn Babys Schnupfen haben

Februar 21, 2012 | Baby Gesundheit

Säuglinge haben durchschnittlich drei bis acht Infektionen pro Jahr. Schnupfen ist dabei die häufigste Kinderkrankheit. Auslöser ist weniger die Kälte, öfter trockene Luft, Staub oder Viren. Da Babys wesentlich engere Atemwege haben als Erwachse, wirken sich bereits mäßige Schleimhautschwellungen gravierend aus. Babys atmen noch ausschließlich durch die Nase. Eine verschnupfte Babynase behindert daher nicht nur das Atmen, sondern auch das Trinken.

Trockene Luft in überheizten Räumen, Zigarettenrauch, schlechte Luft und zu geringe Flüssigkeitsaufnahme behindern die Schleimhautfunktion. Um Kinderkrankheiten und speziell Schnupfen vorzubeugen, sollte die Raumluft feucht gehalten werden, entweder mit Luftbefeuchtern oder – wesentlich einfacher und besser – mit nassen Tüchern auf der Heizung. Nicht zu hohe Raumtemperatur und regelmäßiges Lüften fördert die Luftqualität und die Gesundheit des Babys.

Hilfe bei verstopften Babynasen

Wichtigstes Behandlungsprinzip ist das Freihalten der Nasenatmung. Gut geeignet sind Nasentropfen aus physiologischer Kochsalzlösung. Um den Schleim zu verflüssigen, sollten die Babys viel trinken. Außerdem ist für Luftfeuchtigkeit zu sorgen. Die Immunität kann man mit einigen Tropfen Muttermilch, in die Nase getropft, fördern, weil Muttermilch eine hohe Konzentration von Antikörpern aufweist.

Ist die verschnupfte Babynase stark verstopft, sollte man abschwellende Nasentropfen verabreichen. Das hilft nicht nur beim Atmen, sondern auch beim Trinken. Durch regelmäßige Entfernung des Schleims aus der Nase kann die Heilung gefördert werden. Nasenspülungen mit Salzwasser (physiologische Kochsalzlösung) befreien das Baby von Schleim und Krankheitserregern. Danach wird das Sekret mit einer Pipette aus der Nase entfernt.

Wann Vorsicht geboten ist

Ätherische Öle (z.B. Menthol oder Kampfer) sind für Babys nicht geeignet, da sie zu Reizungen der Atemwege führen können. Gefäßverengende Nasentropfen oder Nasensprays gibt es zwar auch schon für Babys und Kleinkinder, doch ist dabei Vorsicht anzuraten. Wenn, dann sollten sie nur sehr sparsam verwendet werden und nie länger als eine Woche. Bei längerem Gebrauch erreicht man damit genau das Gegenteil, nämlich ein Anschwellen der Nasenschleimhaut. Bei Unsicherheit ist auch der Erfahrungsaustausch im Gesundheitsforum eine wichtige Hilfe.

Normalerweise klingt der Schnupfen nach einigen Tagen von alleine wieder ab. Sollten sich die Beschwerden nicht bessern oder andere Beschwerden, wie z.B. Ohrenschmerzen oder Fieber, hinzukommen, muss ein Arzt aufgesucht werden.

Bild:  RainerSturm  / pixelio.de

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