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Wenn Babys krabbeln

Mai 3, 2011 | Allgemein, Baby Entwicklung, Baby Sinne

Krabbeln – was ist das eigentlich?
Beim Krabbeln lernt das Baby, sich auf den Händen und Knien fortzubewegen. Die meisten Babys lernen etwa zwischen dem 6. und 10 Lebensmonat zu krabbeln. Dabei werden die Muskeln, die Feinmotorik und die Koordination trainiert. Das Baby lernt, seinen Körper gezielt einzusetzen, um seine Umgebung zu erkunden sowie zwischen Sitzposition und Krabbelposition zu wechseln. Es lernt, Knie und Arme zu heben und vorwärts zu bewegen.

Was anfangs noch eine unsichere Angelegenheit ist, entwickelt sich nach und nach zu einer koordinierten Krabbelbewegung. Dabei wird das eine Beinchen über Kreuz mit dem gegenüberliegenden Arm bewegt. Nach und nach hat das Kleine die Bewegung raus.

Eine aufregende Zeit
Jetzt ist für das Baby eine besonders spannende Zeit, bei der es aktiv den Raum erforschen kann, verschiedene Distanzen überwindet und so seine erste Erfahrung mit eigener Unabhängigkeit macht. Wie alle Entwicklungsschritte bereitet dies den Eltern große Freude. Gleichzeitig beginnt aber auch eine Zeit größerer Wachsamkeit und Vorkehrungen müssen getroffen werden, um die häusliche Sicherheit und die Sicherheit des Babys zu bewahren:

  • Alle gefährlichen und wertvollen Gegenstände in Reichweite des Babys sichern
  • Spitze Kanten und Steckdosen müssen gesichert werden
  • Das Baby darf nicht zu nah an heiße Heizungen, Backöfen oder Kamine gelangen
  • Der Weg zu Treppen oder offenen Balkonen sollte für das Baby nicht zugänglich sein

Mit dem Krabbeln beginnt die Phase des Ausprobierens und Erforschens erst richtig. Das Baby ertastet alles, was ihm vor die Nase kommt, lernt, sich an Möbeln hochzuziehen und nach allem innerhalb der eigenen Reichweite zu greifen. Sobald es seine Balance gefunden hat, wird es sich auch an Möbeln entlang bewegen und dann ist das Laufen nicht mehr weit.

Wie wichtig ist Krabbeln für die Entwicklung?
Mit der koordinierten Bewegung beim Krabbeln trainieren Babys auch die eigene Wahrnehmung und Vernetzung von linker und rechter Gehirnhälfte. Dies hilft ihnen später auch beim Erlernen anderer Fähigkeiten, wie beispielsweise dem Lesen und Schreiben. Kinder, die nicht gekrabbelt sind, können später Probleme mit der Koordination oder eine unleserliche Schrift haben. Wie schnell die Entwicklung vor sich geht ist jedoch völlig unterschiedlich. Jedes Kind braucht sein eigenes Tempo für die Entwicklung seiner Fähigkeiten. Es besteht also kein Grund zur Besorgnis, wenn es beim eigenen Baby länger dauert als bei Anderen. Nicht alle Babys krabbeln automatisch. Manche überspringen diesen Entwicklungsschritt tatsächlich und fangen etwa mit 12 Monaten direkt an zu stehen oder zu laufen. Sollte das Baby jedoch mit einem Jahr immer noch keine Entwicklung gemacht haben oder sich unkoordiniert bewegen, sollte das Gespräch mit dem Kinderarzt gesucht werden.

Wie Eltern ihr Baby unterstützen können
Babys reagieren besonders gut auf Sinnesreize. Ein bunter Ball oder eine Rassel außerhalb von Babys Reichweite kann die Neugierde wecken, dieses interessante Ziel zu erreichen. Für Erfolge sollte das Baby gelobt werden, denn das treibt es weiter an. Wenn Babys beginnen zu krabbeln, brauchen sie immer wieder Blickkontakt mit den Eltern. Dadurch holen sie sich die Sicherheit, dass die Eltern in der Nähe sind und gewinnen weiter an Mut. Wenn die Eltern mitkrabbeln, macht es dem Baby gleich doppelt so viel Spaß. Bestimmte Übungen wie malen, werfen oder klettern auf dem Spielplatz fördern zusätzlich die motorische Entwicklung.

[ED]

Bild: teamstickergiant/flickr.com

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