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Der Mittagsschlaf des Babys

August 10, 2011 | Baby Entwicklung, Baby Lifestyle, Baby Schlaf

Für viele Erwachsene wäre ein täglicher Mittagsschlaf so ungefähr das Wohltuendste was passieren könnte. Für die meisten sechs-jährigen Kinder wäre er dagegen die schlimmste Strafe, die man ihnen antun könnte (da gibt es so viel zu erleben und zu entdecken, was auf keinen Fall verpasst werden darf!). Und für ein drei Monate altes Baby ist ein längerer Mittagsschlaf das Selbstverständlichste auf der Welt.

So unterschiedlich sind die verschiedenen Lebensalter im Bezug auf Schlaf, aber so individuell sind  auch die einzelnen Menschen. Es gibt in keinem Lebensalter eine „Vorschrift“, wie viel Schlaf eine Person benötigt. Dies gilt auch für unsere Kinder und macht das macht es für uns schwer zu wissen, ob sie genug geruht haben.

Was wir wissen ist, dass Schlaf eine Art Lebenselixier für jeden Mensch ist und er das Wachstum unterstützt, denn wenn wir schlafen legen werden vermehrt Wachstumshormon ausgeschüttet.
Während eines Nickerchen werden ebenfalls neue Erfahrungen verarbeitet und neu Erlerntes wird gedanklich vertieft.

Mit welchem Alter Mittagsschlaf?

Da kleine Babys im Alter von unter einem Jahr mehrere Schlafphase pro Tag benötigen, halten sie noch keinen klassischen Mittagsschlaf. Erst um den 12. Monat herum stellen Babys auf nur eine größere Schlafpause am Tag um. Viele Kinder wollen schon ab dem 2. Lebensjahr partout nicht mehr Mittags schlafen, aus Angst entscheidende Erlebnisse zu verpassen. Dieses Verhalten ist bei manchen Kindern völlig normal. Es hat sich in diesem Fall die Mittagsruhe etabliert, in deren Zeit das Kind sich ruhig beschäftigen kann oder wach im Bett oder auf dem Sofa liegen soll (etwa 13 Stunden Schlaf sollte ein Kleinkind jedoch auf alle Fälle innerhalb von 24 Stunden bekommen!).

Häufig kommt es jedoch auch vor, dass Kinder bis zum 4. oder 5. Lebensjahr noch einen Mittagsschlaf machen wollen. Das ist überhaupt nicht beunruhigend. Ein Mensch braucht eben so viel Schlaf, wie er nun mal braucht!

Die beste Voraussetzung für den erholsame Mittagsschlaf ist der „Aktion-Vormittag“. Dein Kind sollte gegen Mittag immer so ausgepowert sei, dass es hungrig ist und nach dem Mittagsessen, wie von alleine ins Bett fällt. Natürlich ist das leicht gesagt und sehr schwer zu erreichen, aber es ist tatsächlich so, dass der perfekte Zeitpunkt ist für den Mittagsschlaf nach dem Mittagessen ist. Die Verdauung verbraucht die gesamte restliche Energie, die vom Vormittag noch übrig geblieben ist und unser Kind wird müde und träge.

Im besten Fall sollte der Mittagsschlaf (etwa zwischen 12 und 14 Uhr) etwa zur selben Zeit stattfinden, dadurch entsteht ein geregelter Tagesablauf, der dem Kind bekannt ist. Zum Schlafen zwingen kann man das Baby natürlich nicht und als Mutter weiß man sicher, dass die Zeitplanung mit einem kleinen Kind doch manchmal nicht wie erhofft eingehalten werden kann.

Oft hilft auch ein kleines Ritual, um tagsüber leichter zur Ruhe zu kommen und das Kind aufs Schlafen vorzubereiten (dem Kind den gewohnten Schlafsack anziehen signalisiert ebenfalls: „Schlafenszeit“). Generell gilt: es sollte immer einen Unterschied zwischen Mittagsschlaf und nächtlichem Schlafen geben, denn das Kind muss wissen, dass es nur relativ kurz schlafen wird.

Deshalb ist zwar eine ruhige Umgebung wichtig, aber Geräusche sollte nicht völlig abgeblockt werden. Das selbe gilt auch für die Helligkeit des Zimmers. Es sollte keinesfalls stockdunkel im Zimmer sein, sondern es genügt den Schlafensplatz halb abzudunkeln. Für viele Kinder sind aber auch „Tagesbedingungen” völlig in Ordnung.
Wenn Dein Kind nicht im eigenen Bett schlafen ist ist es auch absolut okay, wenn es an der frischen Luft, im Wohnzimmer auf dem Sofa oder einen anderen beliebten Ort zur Ruhe gelegt wird!

[LS ]

 

Bild: andrewmelone/flickr.com

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Comments (1)

 

  1. 12 Schlafsäcke für wenig Geld im Test…

    Ein Schlafsack für 140 Euro? Das kann ja nichts sein! Von wegen! Wir haben zwölf sehr unterschiedliche Kunstfaserschlafsäcke……