Share

Babyernährung: Vom Stillen bis zum ersten Brei

Juli 9, 2012 | Baby Ernährung

Ganz besonders beim ersten Kind machen sich Eltern viele Gedanken, denn schließlich möchte man für den Nachwuchs nur das Beste. Gerade bei der Ernährung sind viele Mütter und Väter anfangs unsicher. Wie lange sollte ein Baby gestillt werden? Und ab wann kann ein Kind Brei bekommen? Um junge Eltern bei diesen Fragen zur Seite zu stehen, haben wir hier ein paar gute Tipps.

Die erste Nahrung des Babys nach der Geburt sollte die Muttermilch sein, denn sie liefert dem Kind wichtige Abwehrstoffe. Das Stillen ist gleichzeitig wichtig, um die Beziehung zwischen Mutter und Kind zu stärken. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät, Kinder mindestens ein halbes Jahr lang zu stillen. Viele Mütter bleiben auch nach sechs Monaten dabei, denn in den meisten Fällen genießen Mütter und ihre Babys die gemeinsame Zeit und das Stillen wird über die Ernährung hinaus zum Kuschelritual. Dennoch verursacht das Thema Stillen bei vielen Schwangeren schon vor der Geburt ihres Kindes Sorgenfalten. Sie wollen ihr Baby gern stillen, doch was, wenn es nicht klappt? Zum Glück steht die Hebamme jungen Eltern und ihren Kindern im Krankenhaus und oft auch noch Zuhause mit Rat und Tat zur Seite. Anfängliche Schwierigkeiten sollten Frauen nicht davon abhalten, ihr Baby nach der Geburt zu stillen.

Tipps für das Stillen

  • Stillen kostet Zeit und gerade am Anfang sollten Sie mindestens eine Stunde einplanen, damit Ihr Kind seinen eigenen Trinkrythmus findet. Später dauert die Stillmahlzeit nur noch rund 10 Minuten.
  • Lassen Sie sich nicht verunsichern, wenn es am Anfang nicht richtig klappt. Wie bei vielen Dingen im Leben macht auch beim Stillen Übung den Meister. Sie können davon ausgehen: Ihr Baby weiß, wie es geht. Wenn Sie Fragen haben, scheuen Sie sich nicht, Ihre Hebamme anzusprechen.
  • Wunde Brustwarzen können die Freude am Stillen trüben. Achten Sie darauf, Ihr Kind richtig und auch mal in unterschiedlichen Positionen anzulegen. Brustwarzensalbe hilft, das Gewebe zu pflegen und geschmeidig zu machen.
  • Im ersten Jahr reicht die Muttermilch als Nahrung völlig aus. Sollte es nicht möglich sein, das Kind so lange zu stillen oder haben Sie den Eindruck, Ihr Kind nimmt nicht zu, können Sie etwa ab dem fünften Monat anfangen Brei zu füttern.

Tipps für den ersten Brei

  • Der Verdauungstrakt des Babys muss sich nach und nach an feste Nahrung gewöhnen, deshalb sollte am Anfang die Hauptnahrung des Kindes weiterhin aus Milch bestehen.
  • Achten Sie darauf, dass die Babykost aus ökologischem Anbau stammt, um sicherzugehen, dass sie nicht mit Schadstoffen belastet ist.
  • Es mag Ihnen fad vorkommen, aber verzichten Sie auf Salz und Süßungsmittel wie Zucker oder Honig. Auch Babys können schon Karies bekommen.
  • Führen Sie nicht zu viele neue Lebensmittel gleichzeitig ein, um Ihr Kind nicht zu überfordern. Eine neue Speise pro Woche reicht völlig aus.

Der erste Brei ist für Eltern und Kind ein aufregendes Erlebnis. Wenn das Baby anfangs skeptisch ist, versuchen Sie es einfach später noch einmal. Stellen Sie sich aber darauf ein, dass die erste Breimahlzeit eine kleine Sauerei werden könnte. Mit der entsprechenden Kleidung und einem Lätzchen sollte dies aber kein Problem sein.

Bild: © sborisov – Fotolia.com

Tags: , , , ,

Comments are closed.